Utena aus Litauen gewinnt ING Hamburg FIBA 3×3 Challenger

Von Tokio nach Hamburg – Am 06. und 07. August machte die internationale 3×3-Elite Halt mitten auf der Reeperbahn. Bis zu 160 Zuschauer*innen gleichzeitig konnten beim ING Hamburg FIBA 3×3 Challenger auf dem Spielbudenplatz alles erleben, was die olympische Sportart so besonders macht: schnelle Angriffe, spektakuläre Dunks und harte Verteidigung. 16 der besten männlichen 3×3-Basketball-Teams kämpften um ein Preisgeld von 35.000 USD. Am Ende des Turniers sicherte sich das Team Utena aus Litauen im Finale mit 18:16 gegen Team Liman aus Serbien die Siegprämie in Höhe von 15.000 USD. Mit dem Sieg qualifizierten sich die beiden für das 3×3 Prague Masters der World Tour. MVP des Challengers wurde Gintautas Matulis von Utena.

Die Finalspiele – „Team Utena“ gewinnt hochklassiger Finale gegen „Team Liman“

Blitze am Horizont und einsetzender Starkregen mit der Schlusssirene hielten Utena in einem hochklassigen Finale nicht davon ab, den Sieg beim ING Hamburg FIBA 3×3 Challenger an sich zu reißen. Die Litauer setzten sich gegen das favorisierte Liman, das mit Mihailo Vasić (Nr. 2 im World Ranking) und Aleksandar Ratkov (Nr. 1 im World Ranking) zwei Bronzemedaillengewinner aus Tokio in seinen Reihen hatte, mit 18:16 durch. Im Finale waren die Litauer früh in Führung gegangen und gaben diese Führung das ganze Spiel nicht mehr aus der Hand. Überragender Spieler auf Seiten der Litauer war Gintautas Matulis mit 7 Punkten. Auf dem Weg ins Finale hatte sich Liman im rein serbischen Duell gegen Pirot deutlich mit 21:14 durchgesetzt. Utena bezwang im zweiten Halbfinale Graz mit 21:18.

“Wir haben ein packendes, intensives Finale zwischen Utena und Liman gesehen. Letzte Woche noch war 3×3 Basketball in Tokio zu bestaunen, jetzt hier in Hamburg. 3×3 ist ein hochdynamisches Format, das perfekt nach Hamburg und auf den Spielbudenplatz passt”, sagte Hamburgs Sportsenator Andy Grote nach dem Finale. Stefan Raid, Vizepräsident vom Deutschen Basketball Bund, zeigte sich glücklich mit der Ausrichtung des Challengers: “Wir sind sehr zufrieden mit dem Standort Hamburg, die Stadt war einmal mehr ein toller Gastgeber. An beiden Tagen waren hochklassige Spiele zu erleben, leider ab dem Viertelfinale ohne deutsche Beteiligung. Wir freuen uns, dass wir im Rahmen des Hygienekonzepts auch wieder Zuschauer begrüßen konnten und kommen gerne bald wieder mit einem 3×3-Event nach Hamburg zurück.”

Deutscher 3×3 Basketball nimmt Paris 2024 in den Blick

„Die ING 3×3-Tour 2021 hat mit dem Challenger einen sehr guten Abschluss gefunden. Für unsere deutschen Teams war es hier in Hamburg nicht ganz einfach. Wir müssen uns noch mehr an die internationale Härte und Geschwindigkeit gewöhnen, abgezockter werden. Mit ein bisschen mehr Glück hätte es für das Team Düsseldorf für das Viertelfinale gereicht. Die Erfahrungen solcher Spiele sind wichtig, um besser zu werden“, sagt Matthias Weber, Disziplinchef 3×3 Basketball vom Deutschen Basketball Bund. Weber ergänzt mit Blickrichtung Olympischer Spiele 2024 in Paris „Für unsere 3×3-Nationalteams der Damen und Herren gibt es in diesem Jahr jetzt noch drei Highlights. Für die Damen stehen die 3×3-Europameisterschaften in Paris an und bei den Damen und Herren sind Teams bei den Weltmeisterschaften der U18 in Debrecen und der U23 in Ulan Bator am Start. Natürlich geht der langfristige Blick auch in Richtung Olympischer Spiele 2024, da wollen wir bei den Damen und Herren dabei sein.“

Der weitere Verlauf der Wettkampftage – Deutsche Teams scheiden in Gruppenphase aus

Der erste Tag des ING Hamburg FIBA 3×3 Challenger stand ganz im Zeichen der Qualifikation und der Gruppenspiele des Turniers. In der Qualifikation ging es für sechs Teams – darunter die drei deutschen Teams Aachen (Der Stamm), Bonn (Klutsh) und Freiburg – um zwei Startplätze in der Gruppenphase des Challengers. Nach umkämpften Matches in zwei Qualifikationsgruppen mit zwei Overtime-Krimis setzen sich die Teams Skopje aus Mazedonien mit 2,26 Meter-Mann Marko Dujkovic und Bonn, deutscher Meister aus dem Jahr 2019, durch.

Die Gruppenphase wurde mit 12 Teams in vier Gruppen á drei Teams gespielt. Die deutschen Teams Düsseldorf, Bielefeld und Bonn trafen dabei auf starke Konkurrenz. Während Bonn und Bielefeld ohne Sieg blieben, konnte sich das Düsseldorfer Team um den ehemaligen Hamburg Towers Spieler Malik Müller gegen Graz aus Österreich seinen ersten Sieg bei einem Challenger sichern, verpasste aber das Viertelfinale trotzdem denkbar knapp. Nach der Gruppenphase noch ungeschlagen waren zwei Teams: Nantes, dass sich im Pool A mit 21:17 gegen Bielefeld und mit 18:16 gegen das an eins gesetzte Liman durchsetzte. Pool D gewann ebenso ungeschlagen Antwerp, um die Olympia-Vierten Rafael Bogaerts (No. 333 im World Ranking) und Nick Celis (No. 49 im World Ranking) durch Siege mit 18:16 gegen Pirot (Serbien) und 20:13 gegen den deutschen Meister aus Bonn. Das Viertelfinale ergänzten als Gruppensieger Šakiai aus Litauen (Pool B) und Lausanne aus der Schweiz (Pool C) sowie die Gruppenzweiten Liman (Serbien), Graz (Österreich), Utena (Litauen) und Pirot (Serbien).

Ergebnisse des ING Hamburg FIBA 3×3 Challenger

Ergebnisse Finale:

Utena (Litauen) vs. Liman (Serbien): 18:16

Ergebnisse Halbfinale:

  1. Halbfinale: Utena (Litauen) vs. Graz (Österreich) 21:18
  2. Halbfinale: Pirot (Serbien) vs. Liman (Serbien): 14:21

Ergebnisse Viertelfinale:

  1. Viertelfinale: Nantes (Frankreich) vs. Utena (Litauen): 20:21
  2. Viertelfinale: Antwerp (Belgien) vs. Graz (Österreich): 12:17
  3. Viertelfinale: Šakiai (Litauen) vs. Pirot (Serbien): 17:20
  4. Viertelfinale: Lausanne (Schweiz) vs. Liman (Serbien): 10:21

Die offizielle Event Website mit allen Ergebnissen finden Sie hier.